Wien - Der Kapitalmarktprospekt des börsennotierten Stahlkonzerns voestalpine für die geplante Hybridanleihe liegt bereits auf. Wie berichtet, will das Unternehmen damit die Übernahme des Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm, die zwischen 2,9 und 3,7 Mrd. Euro kostet, teilfinanzieren. "Dass die Anleihe zu 100 Prozent kommt, ist noch nicht formell fixiert, aber sehr wahrscheinlich", sagte voestalpine-Sprecher Gerhard Kürner heute, Montag, zur APA.

Das öffentliche Angebot in Österreich im Volumen "bis zu 1 Mrd. Euro" beinhalte nachrangige, zunächst fest und später variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibungen ohne Fälligkeitstag. Die Zulassung der Schuldverschreibungen zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse werde beantragt.

Per Post unterwegs

Der Emissionspreis wird laut Kapitalmarktprospekt nach Abschluss des Bookbuilding-Verfahrens von den Joint Lead Managern und Bookrunnern (Dresdner Kleinwort, Erste Bank und UBS, Anm.) gemeinsam mit der Gesellschaft festgelegt. Es ist eine Stückelung von 1.000 Euro vorgesehen. Ausgabetag sei der 31. Oktober 2007. Die Schuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag.

Der Prospekt wurde am 5. Oktober veröffentlicht, heißt es im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom Wochenende. Vergangenen Freitag sei er auch von der Finanzmarktaufsicht bewilligt worden, bestätigte Kürner. Heute, Montag, war er noch auf dem Postweg zur voestalpine unterwegs. Die Angaben zur Anleihenemission werden am Sitz der voestalpine in Linz und in der Erste-Bank-Zentrale in Wien aufgelegt.

Ob die Anleihe - wie erwartet - tatsächlich begeben wird, hängt laut Kürner vom Feedback zu den Roadshows ab, die diese Woche ab Mittwoch in ganz Europa stattfinden. (APA)