Salzburgs ältestes Jugendzentrum, das Mark, steht auf der Straße und sucht einen neuen Standort. Der neue Eigentümer, die Firma Toyota Frey, hat die Zustimmung zu den behördlich vorgeschriebenen Verbesserungen am Gebäude in Salzburg-Aigen verweigert und die Räumungsklage eingebracht. Ab 31. Oktober gibt es für das Mark, in dem pro Jahr rund 12.000 Kontakte mit Jugendlichen gezählt werden, nur noch ein Not-Büro in der ARGEkultur und einige wenige Gast- und Demonstrationsveranstaltungen.

Das seit 1966 aktive Jugendzentrum ist an über 300 Tagen im Jahr geöffnet. Die zwischen 17 und 25 Jahren alten jungen Leute proben dort mit ihren Bands, arbeiten an anderen kulturellen Projekten oder treffen sich bloß. Das Mark versteht sich als Verein an der Schnittstelle zwischen für Kulturvermittlung und Sozialarbeit.

Die Politik hat laut Mark-Geschäftsführerin Mirjam Lempert Unterstützungsbereitschaft zumindest signalisiert. Der ursprünglich von der Erzdiözese, jetzt von Stadt und Land mit insgesamt 63.000 Euro subventionierte Verein hat Makler mit der Gebäudesuche beauftragt. "Die haben uns aber nur Objekte angeboten, in die man viel Geld hätte investieren müssen. Außerdem wollen wir keine Konflikte mit Nachbarn, und daher sind Wohnhäuser ungeeignet", so Mark-Vorstand Markus Janka. "Mit unserem Budget wird wohl nicht mehr als ein Lager drin sein." (APA)