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Die Flexibilität in der Produktion entscheide zu Saisonende über die Gewinner und Verlierer des Winters, heißt es beim Rieder Ski-Hersteller.

Foto: APA/Fischer
Wien - Der oberösterreichische Skihersteller Fischer rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende Februar) mit Verlusten. "Heuer wird rot", kündigte Geschäftsführer Gregor Dietachmayr am Mittwoch vor Journalisten in Wien an. Seiner Meinung nach gebe es jetzt schon Anzeichen, die auf einen "extrem harten Winter" schließen ließen. So liegen die Vororder den Angaben zufolge in nahezu allen Absatzmärkten "deutlich hinter den Erwartungen" - mengenmäßig betrug der Rückgang rund 32 Prozent, wertmäßig mehr als 27 Prozent.

Der Umsatz von Fischer werde heuer gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich von 159,4 auf 120 Mio. Euro einbrechen. Allein im Alpinski-Bereich sollen sich die Verkaufserlöse von 95 auf 70 Mio. Euro vermindern.

Kein weiterer Mitarbeiterabbau

Dass es aufgrund der derzeitigen Situation zu einem weitern Mitarbeiterabbau kommen wird, glaubt Dietachmayr nicht - im vergangenen Jahr hatte Fischer 150 Mitarbeiter gekündigt. Er hoffe auch, dass Fischer Ski das Kurzarbeitsmodell, dass vom AMS finanziert wird, nicht in Anspruch nehmen müsse.

Die Zukunft des Standortes am oberösterreichischen Produktionsstandort Ried/Innkreis sei als "durchaus schwierig" zu bezeichnen, so Dietachmayr. Investitionen, die den Standort absichern sollen, gestalten sich als schwierig. Ried sei infrastrukturell für wachsende Unternehmen nicht gerichtet. Es mangle auch an entsprechenden Betriebsbaugebieten und an Fachkräften.

"Verlockung zur Verlagerung

"Die Verlockung ist da, in die Ukraine zu verlagern," so Dietachmayr. Allerdings sei dies ein "komplexer Entscheidungsprozess", da mehrere Faktoren zusammenspielten. Die Erhaltung des Standortes in Österreich sei aber das Ziel des Unternehmens. (APA)