Mit dem "Gangster an sich ..." beschäftigt sich die Das-Kino-Nightline.

Der französische Regisseur Jean-Pierre Melville (ein Résistance-Tarnname aus dem 2. Weltkrieg und Hommage an den Moby-Dick-Autor) hat dem französischen Film noir seinen Stempel aufgedrückt. In seinen Unterweltepen tauchen immer wieder die gleichen Motive auf: Freundschaft, Einsamkeit, Verrat, Ausweglosigkeit. So auch im pessimistisch- allegorischen Gangsterdrama Le Cercle Rouge ("Vier im roten Kreis", 1972) mit Alain Delon, Yves Montand, Gian Maria Volonté und Bouvril in den Hauptrollen.

Ein ähnlicher Solitär wie Melville ist der japanische Regisseur Seijun Suzuki mit Branded To Kill (1967). Melville und Suzuki gehören zu den Vorbildern von Kinofreaks wie Tarantino oder John Woo. Ebenfalls zu sehen: Die belgische Reality-TV- und Serienkiller-Satire Mann beißt Hund. (dog / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.10.2007)