Zürich - Die Organisation Dignitas ist über die Grenzen der Schweiz hinaus für professionelle Sterbehilfe bekannt. Seit die Wohnung in Zürich, in der das Unternehmen tätig war, aber gekündigt wurde, sucht Dignitas nach einem festen Dach für seine Sterbenden. Problem dabei: Wo immer Dignitas sich niederlassen will, hagelt es Proteste von den Nachbarn. Diesen graut davor, dass mehrmals die Woche Menschen im Rollstuhl ins Wohnhaus kommen und dieses im Leichenwagen verlassen. Laut Dignitas-Chef Ludwig Minelli kommt ein Großteil der Sterbenden aus dem Ausland in die Schweiz, um die dortige Gesetzeslage zur Sterbehilfe zu nützen. Den "Sterbetourismus", wie manche erboste Schweizer die Situation nennen, wollen einige Gemeinden nun per Gesetz verhindern. (Reuters, DER STANDARD - Printausgabe, 12. Oktober 2007)