Bild nicht mehr verfügbar.

Niki Lauda: keine Kooperation mit SkyEurope.

Foto: APA/EPA/Oudenaarden
Wien - "Wir werden von unserm Partner Air Berlin zwei bis drei Flugzeuge zusätzlich bekommen, um die Expansion von SkyEurope ab Wien zu stoppen", kündigte Niki Lauda, Chef und Mehrheitseigentümer von Niki, im Gespräch mit dem STANDARD an.

Er habe eigentlich erwartet, dass die AUA als Hauptangriffsziel etwas tun werde, die "hat aber nichts getan". Das Streckennetz von SkyEurope überschneide sich derzeit mit dem von Niki nur nach Paris, allerdings fliegt SkyEurope den Airport Orly, Niki hingegen Charles de Gaulle an.

Neue Destinationen

Derzeit werde jede Strecke von SkyEurope untersucht, ob sie auch für seine Airline in Frage käme, sagte Lauda. Als Beispiel nannte er Bukarest, Sofia, St. Petersburg oder Mailand. Mit drei zusätzlichen Fliegern (derzeit besteht die Flotte aus sieben Fliegern) könnten etwa fünf Destinationen in Europa zusätzlich angeflogen werden. Losgehen soll es ab Anfang nächsten Jahres.

Während SkyEurope der AUA Richtung Innsbruck und Osteuropa zusetzt, konkurrenziert Lauda die AUA Richtung Frankfurt (zweimal täglich) und Zürich (dreimal täglich). Ab 5. November wird zudem zweimal am Tag München angeboten.

"Reine Konkurrenz"

Die Expansion von Niki werde jedenfalls zu noch günstigeren Ticketpreisen führen. "Wir können als Low-Cost-Carrier viel besser, leichter und schneller als die AUA reagieren, und das gehen wir jetzt an." Dabei werde zwar "Geld vernichtet, aber das muss man machen", so Lauda. Eine Kooperation mit SkyEurope wird nicht angestrebt, dass sei reine Konkurrenz.

Lauda bemüht sich derzeit, ab dem Winter 2008 mit der Air-Berlin-Tochter LTU ab Wien Langstrecke zu fliegen. Angepeilt wird eine Charterverbindung in die Karibik und auf die Malediven. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13./14.10.2007)