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Ein Kleinflugzeug ist in Spitz (Bezirk Krems) in die Donau gestürzt. Zuvor hatte die Maschine das Hochseil der Donaurollfaehre touchiert.

Foto: APA-FOTO: PAUL PLUTSCH
Vermutlich vier Todesopfer hat der Absturz eines Privatflugzeugs in der Wachau am Samstag gefordert. Die einmotorige Piper P28 hatte Augenzeugenberichten zufolge bei Spitz (Bezirk Krems) mit einer Tragfläche das in 22 Metern Höhe befindliche Hochseil der Rollfähre touchiert und versank in der Donau. Die Suche nach den vermissten Insassen wurde Sonntagabend eingestellt.

Es gibt keine Hinweise auf einen technischen Defekt bei der Maschine. Wie der Leiter der österreichischen Flugunfallkommission, Günther Raicher, sagte, sei das Unglück durch "eine Kollision mit einem Hindernis nach Unterschreitung der Mindestflughöhe" hervorgerufen worden.

Erfahrener Pilot

Auch die Flugunfallkommission hat ihre Ermittlungen in dem Fall bereits eingestellt. "Es gibt Zeugenaussagen, die den Absturz präzise beschrieben haben", sagte Raicher. Warum der als erfahren geltende Pilot die vorgeschriebene Flughöhe - 150 Meter im besiedelten und 300 Meter in unverbautem Gebiet - beträchtlich unterschritten haben dürfte, sei wohl nicht mehr zu eruieren.

Bei den Personen an Bord des Kleinflugzeuges handelte es sich vermutlich um den Piloten (47) aus dem Bezirk Korneuburg, einer 44-Jährigen aus dem Bezirk Baden sowie um deren Kinder, ein Mädchen im Alter von 13 Jahren und einen zehnjährigen Buben.

Identität der Insassen "so gut wie geklärt"

Die Identität der Flugzeuginsassen galt laut ORF NÖ als "so gut wie geklärt". Die beiden Kinder seien heute, Montag, nicht in den Schulen im Bezirk Baden erschienen. Dies habe den Behörden doch "tragische Gewissheit" gegeben, berichtete der ORF NÖ.

Blechteil gefunden

Ein kleiner Blechteil, der am Seil hängen geblieben war, gab Zeugnis von dem Unglück. Einige hundert Meter weiter flussaufwärts markierte eine Boje die Absturzstelle. Der Fährbetrieb wurde bis auf weiteres eingestellt; das beschädigte Seil muss wahrscheinlich ausgetauscht werden. (APA)