Bild nicht mehr verfügbar.

Foto:Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Dublin - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das erste Etappenziel erreicht und kann ab sofort das Unternehmen EM-Titelgewinn 2008 planen. Mit einem hart erkämpften, aber verdienten 0:0 in Irland löste das Team von Bundestrainer Joachim Löw als erste Mannschaft neben den Gastgebern Schweiz und Österreich das Ticket für die Endrunde der EURO 2008.

Zwar geriet der WM-Dritte vor 67.495 Zuschauern im Croke Park von Dublin in der zweiten Spielhälfte ein paar Mal in Bedrängnis, blieb aber dank einer disziplinierten Leistung auch im neunten Qualifikationsspiel ungeschlagen und sicherte sich vorzeitig die zehnte EM-Teilnahme. Im 15. Spiel unter Löw ging die deutsche Mannschaft erst zum dritten Mal nicht als Sieger den Platz. Irland bleibt im Zweikampf mit Tschechien nur noch eine kleine Hoffnung auf die EURO.

Wie bei den jüngsten Auswärtserfolgen in England und Wales überzeugte Deutschland durch Disziplin und Ordnung, spielerisch blieben manche Wünsche offen. Die Löw-Elf musste auch eine Verletzung von Schweinsteiger nach nur zwölf Minuten wegstecken. Der Bayern-Profi prallte bei einem Kopfballduell mit Kilbane zusammen und zog sich eine drei Zentimeter tiefe und stark blutende Platzwunde zu. Während der Ire auf den Rasen zurückkehrte, musste Schweinsteiger in der Kabine mit sieben Stichen genäht werden.

Das 16. Duell mit Irland wurde für die deutsche Mannschaft zum erwarteten Härtetest. Die um ihre letzte theoretische Chance kämpfenden Iren starteten aggressiv, waren aber nur selten in der Lage, ein druckvolles Angriffsspiel aufzuziehen. Die beste Chance durch Robbie Keane nach einer halben Stunde vereitelte Torhüter Lehmann, der geschickt den Winkel verkürzte. Der Arsenal-Torhüter wird dem DFB-Team nach einer Gelben Karte jedoch im Spiel gegen Tschechien am Mittwoch fehlen.

Auch König Otto wahrscheinlich dabei

Auch Europameister Griechenland steht vor der erfolgreichen Qualifikation für die EM-Endrunde. Während die Türkei in Moldawien nicht über ein 1:1 hinauskam, besiegten die Hellenen Bosnien-Herzegowina 3:2 (1:0). Charisteas (10.), Gekas (57.) und Liberopoulos (72.) stellten die Weichen auf Sieg, den Gästen gelangen durch Hrgovic (54.) und Ibisevic (91.) jeweils nur Anschlusstore. (APA/dpa)