Wien - Österreichische institutionelle Investoren investierten zu wenig in österreichische Aktien, er kenne den Grund dafür nicht, es sei aber unverständlich. "Die Österreicher lassen Milliarden auf der Straße liegen".

Der Wiener Leitindex ATX habe seit Ende 2002 um rund 300 Prozent zugelegt, die beste Entwicklung einer westlichen Börse weltweit. Der durchschnittliche Monatsumsatz inländischer Aktien liege mittlerweile bei rund 15 Mrd. Euro. Er habe "kein Verständnis", warum man immer noch so zurückhaltend ist, so Schaller bei den diesjährigen "Fondstagen" der Vereinigung Österreichische Investmentfondsgesellschaften (VÖIG). Von 78 Handelsteilnehmern kämen mittlerweile 39 aus dem Ausland, diese machten knapp mehr als 60 Prozent der Umsätze an der Wiener Börse.

Gestiegene Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung sei auf 154 Mrd. Euro per Ende September gestiegen und liege damit bei 57 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die größten Fondsinvestoren im ATX kämen aus Amerika mit 30,0 Prozent (Stand Juli 2006), gefolgt von Großbritannien (25,2 Prozent) und Deutschland (14,0 Prozent). Auf Platz vier rangiere Österreich mit 7,1 Prozent.

In fast allen Ländern gebe es ein Übergewichten des Inlands, in Österreich nicht, so Schaller. Von gesamten österreichischen Fondsvolumen von rund 170 Mrd. Euro steckten 2 Prozent in österreichischen Aktien, in Deutschland seien es von 1.044 Mrd. Euro 8 Prozent. Betrachtet man nur die Aktienfonds, seien von den österreichischen Fonds 85 Prozent in ausländische Aktien investiert und 15 Prozent in österreichische. (APA)