Der deutsche Softwarekonzern SAP hat die Finanzierung der geplanten milliardenschweren Übernahme des Wettbewerbers Business Objects Kreisen zufolge fest vereinbart. Die Deutsche Bank stelle die Finanzierung des voraussichtlich 4,8 Mrd. Euro teuren Zukaufs sicher, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Freitag.

Das größte deutsche Bankhaus habe SAP eine Kreditlinie zwischen 2,2 und 2,5 Mrd. Euro eingeräumt. Die andere Hälfte des Kaufpreises für Business Objects will SAP früheren Angaben zufolge aus Barmitteln bezahlen. Die Deutsche Bank und SAP wollten dazu keine Stellung nehmen.

SAP hatte die Übernahme von Business Objects am Sonntag angekündigt und schwenkt damit auf die Linie des kleineren Konkurrenten Oracle aus den USA ein. Oracle kauft sich seit Jahren mit Milliardensummen in den von SAP beherrschten Markt für Unternehmenssoftware ein. Am Freitag gab der finanzstarke US-Konzern die geplanten Übernahme des US-Softwareherstellers BEA Systems für 6,6 Mrd. Dollar (4,66 Mrd. Euro) bekannt.

Die bis zum Sommer dieses Jahres guten Bedingungen für die Aufnahme von Krediten durch Unternehmen haben sich in jüngster Zeit verschlechtert. Das Vertrauen der Finanzbranche ist durch schlecht besicherte Hypothekendarlehen vor allem in den USA angeschlagen.(Reuters)