Schruns - Franz Schiemer steht vor der bisher größten Bewährungsprobe in seiner Karriere. Durch die Verletzung von Sebastian Prödl rückt der 21-Jährige, der erst am Samstag beim 1:3 in der Schweiz sein Debüt im österreichischen Fußball-Nationalteam gefeiert hat, in die Innenverteidigung nach und bekommt es dort am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORF1) im Innsbrucker Tivoli-Stadion gegen die Elfenbeinküste mit Didier Drogba zu tun.

"Auch eine große Chance"

Teamchef Josef Hickersberger traut dem Austrianer zu, diese Herausforderung zu bewältigen. "Es ist zwar mit einem großen Risiko verbunden, aber es ist für ihn auch eine große Chance. Er bringt bei der Austria ständig gute Leistungen", sagte der 59-Jährige.

Schiemer selbst ist überzeugt, den Chelsea-Goalgetter in Schach halten zu können. "Das ist eine Riesen-Aufgabe. Es gibt für mich nichts Schöneres, als gegen einen solchen Kicker zu spielen", erklärte der Oberösterreicher. Zwar ist Schiemer um einige Zentimeter kleiner als Drogba, "aber ich verfüge über eine gute Sprungkraft und spiele lieber gegen größere als gegen kleinere Stürmer".

"Kommunikation gefragt"

Gegen die Elfenbeinküste muss die ÖFB-Auswahl wieder einmal mit einer neu formierten Abwehr antreten. "Deswegen ist Kommunikation gefragt, alles andere können wir sowieso nicht beeinflussen", meinte der Ex-Rieder. Das Team hat sich gegen die Elfenbeinküste laut Schiemer viel vorgenommen. "Die Erwartungshaltung, die wir an uns selbst stellen, ist höher, als alle glauben."

Sein Clubkollege Johannes Ertl könnte gegen die Ivorer rechts in der Viererkette beginnen, sollte Joachim Standfest wegen der bevorstehenden Geburt seines dritten Kindes vorzeitig nach Hause reisen. In diesem Fall hofft der Steirer auf das Gesetz der Serie. "Die letzten beiden Partien, in denen ich von Beginn an gespielt habe, haben wir gewonnen", sagte Ertl mit Hinweis auf das 2:1 gegen die Schweiz und das 4:1 gegen Trinidad & Tobago im vergangenen Jahr.(APA)