Innsbruck - Die Tiroler Röhren- und Metallwerke AG mit Standort in Hall hat erneut ihren Besitzer gewechselt. Die österreichische Investment AG Buy_Out Central Europe II hat die Übernahme am Dienstag bekanntgegeben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Mitarbeiter in Hall müssen aber nicht um ihre Jobs zittern, erklärte Gründer der Investmentgruppe Kurt Stiassny in einer ersten Stellungnahme. Es sei ganz im Gegenteil ein Ausbau geplant.

Die Beteiligungs-Invest AG erwarb neben den Röhrenwerken auch das deutsche Unternehmen Buderus Giesserei Wetzlar GmbH. Die Röhrenwerke seien im abgelaufenen Jahr zweistellig gewachsen, sagte Stiassny. Es handle sich in beiden Fällen nicht um sanierungsbedürftige, sondern um gut gehende Firmen. "Wir haben vor, in beide Standorte zu investieren" meinte er. Ziel sei weiteres Wachstum.

Gang an die Börse geplant

Mittelfristig sollen sowohl die Tiroler Röhrenwerke als auch die Buderus Giesserei Wetzlar GmbH an der Wiener Börse notieren. Man wolle sich die Wachstumschancen in Osteuropa zu Nutze machen. Die Verträge seien bereits unterzeichnet. Die kartellrechtliche Prüfung werde sich allerdings noch zwei bis drei Monate hinziehen.

Mit Jahresende soll der Eigentümerwechsel unter Dach und Fach sein. Buy_Out Central Europe II hält an beiden Unternehmen mit 50 Prozent die Mehrheit. 25 Prozent bleiben beim Verkäufer Buderus Foundry Management. Der Rest verteile sich auf Investoren, die ebenfalls bei Buderus sind, sagte Stiassny.

Buy_Out Central Europe II entstand heuer im Frühjahr aus der Zusammenarbeit von Kurt Stiassny, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Unternehmens Invest AG (UIAG), und Michael Tojner, dem Gründer und Vorstand der führenden österreichischen Investmentgesellschaft Global Equity Partners Beteiligungs-Management AG (GEP). (APA)