Wien – Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger lehnt den Gesetzesentwurf von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) zur Finanzierung der Krankenkassen ab. Die Ministerin will die Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge um 0,15 Prozent, die den Kassen 160 Millionen bringt, ab Mitte 2008 wieder außer Kraft setzen, wenn der Hauptverband sein angekündigtes Sparpaket von 150 Millionen Euro bis dahin nicht konkret umsetzt. „Damit haben wir ein Problem“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes, Erich Laminger, am Dienstag. Die Sozialversicherung sei zur Umsetzung der Sparpläne gewillt. Dazu brauche sie aber Partner wie die Ärztekammer oder die Pharmaindustrie. „Und da sind die Aussichten nicht extrem rosig.“ Laminger verweist darauf, dass die geplante Deckelung bei der Rezeptgebühr weitere 60 Millionen Euro koste. Wenn die Ministerin dann noch die Mehreinnahmen streiche, „wird’s langsam abenteuerlich“. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2007)