The Young Gods gastieren am Sonntag, dem 21. Oktober, in der Szene Wien.

Foto: szenewien
Manche Bands feiern Comebacks - auch wenn sie gar nie richtig weg waren. Das ist meist das Resultat von Konsequenz bei gleichzeitiger Überlebensfähigkeit. Sprich: Wenn das, was man immer gemacht hat, plötzlich wieder "modern" wird, erlebt man sein eigenes Revival.

Dieses hält im Falle der Young Gods, einer der wenigen Bands aus der Schweiz, die einen nicht peinlich berührt zu Boden blicken lässt, schon einige Zeit an. Man darf die Herren Franz Treichler, Alain "Al Comet" Monod und Bernard Trontin nämlich zu Industrial-Pionieren zählen, die, lange bevor Typen wie etwa Trent Reznor von Nine Inch Nails über den Tellerrand ihrer Buchstabensuppe geblickt haben, schon das aufführten, womit Letztgenannter heute nur noch kleine Kinder erschreckt.

Benannt nach einem Song der New Yorker Noise-Berserker Swans, kreieren die Young Gods seit den 80ern einen Sound, der gleichermaßen brachial wie eingängig, ja sogar tendenziell tanzbar war. Weil Pionierarbeit selten abgegolten wird, gelang den Young Gods nie der große Durchbruch, wenngleich das Trio etwa in Frankreich immer groß angeschrieben war. Ihr aktuelles Album "Super Ready/Fragmenté" (Edel) schiebt jedenfalls ordentlich an. (flu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17. 10. 2007)