Wien – In den 15 EU-Ländern, die vor 2004 bei der Union dabei waren, haben laut Außenministerium derzeit zwölf eine Entwicklungsbank.
  • In Deutschland wird die Förderung von Entwicklungsländern über die KfW-Entwicklungsbank abgewickelt (1948 gegründet). Das Kapital stellen zu vier Fünftel der Bund, ein Fünftel kommt von den Bundesländern. 2006 haben die KfW Entwicklungsbank und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) 3,4 Milliarden Euro zur Förderung von Entwicklungs- und Transformationsländern zugesagt – die höchste Summe in der Geschichte der KfW-Entwicklungsbank. Da sich Deutschland auf dem G8-Gipfel im Juni zu einer Aufstockung der Entwicklungshilfe (vor allem für Afrika) verpflichtet hat, kommt der Bank weiterhin zentrale Bedeutung zu. Derzeit bastelt Berlin an einem Investmentgesetz, um künftig Publikumsfonds für eine sogenannte Mikrofinanzierung zuzulassen. Über diese Mikrofinanzfonds können Anleger Existenzgründer mit Startkapital in ärmeren Ländern unterstützen.

  • Die französische Société de Promotion et de Participation pour la Coopération Economique (PROPARCO) ist eine Tochter der staatlichen Agence Française de Développement. Frankreich agiert dem Vernehmen nach sehr offensiv, was die Verquickung von französischen Firmeninteressen und Entwicklungszusammenarbeit betrifft.

  • In den Niederlanden entstand die Netherlands Development Finance Company aus der Kooperation von Staat, dem Bankensektor und auch den Gewerkschaften.

  • Die Schweiz dotierte dagegen einen Fonds (Swiss Investment Fund for Emerging Markets), der im Jahr 2005 aus dem eidgenössischen Wirtschaftsstaatssekretariat ausgegliedert wurde. (szem, bau, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.10.2007)