Der neue verkleinerte Zweier-Vorstand in der Autobahngesellschaft Asfinag steht fest. Die ursprünglich für heute, Donnerstag, geplante Entscheidung im Aufsichtsrat ist zwar um eine Woche auf den 25.10., einen Tag vor den Nationalfeiertag, verschoben worden. In oberösterreichischen Landes-Kreisen ist am Donnerstag aber bereits ein Bericht der "Presse" und des ORF-Radios bestätigt worden, wonach der SPÖ-nahe Asfinag-Prokurist und Chef der Bautochter, Alois Schedl, und Klaus Schierhackl, ebenfalls Prokurist in der Asfinag und Chef der Asfinag-Mauttochter, der von der ÖVP unterstützt worden sein soll, den früheren Dreier-Vorstand beerben sollen.

Gemäß der Ausschreibung soll Schedl künftig die Verantwortung für die Verkehrsplanung, Projektierung, Neubau, Betrieb, Verkehrssicherheit, Verkehrstelematik, Forschung und Entwicklung und für den Bereich Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene übernehmen. Schierhackl wird in seiner neuen Funktion für die Finanzen - also u.a. für die Maut, das Schulden-Management, für Rechnungswesen, Controlling, und für das Personal verantwortlich sein.

Im Rennen um den Finanzvorstand war bis zuletzt auch Johannes Seiringer, Finanzierungsspezialist der Investkredit sowie Leiter von deren Tochter Public Private Financial Consulting GmbH, den vor allem die oberösterreichische ÖVP gepusht haben soll. Der Aufsichtsrat sei jedoch zur Einschätzung gelangt, dass eine interne Nachbesetzung zum jetzigen Zeitpunkt die bessere Entscheidung für das Unternehmen sei, hieß es aus dem Umfeld des Kontrollgremiums. Darüber hinaus waren Schedl und Schierhackl demnach auch die Bestgereihten auf der Kandidaten-Liste des mit der Prüfung der Bewerbungen beauftragten externen Personalberaters. (APA)