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Ölvorkommen sorgen nicht immer für Reichtum. In Ecuador protestieren Indigenas-Gruppen schon lange gegen die Umweltzerstörung im Amazonas-Gebiet. Dort wird in Ecuador das meiste Öl gefördert.

Foto: AP /Dolores Ochoa
Quito - Fast 15 Jahre nach dem Ausscheiden aus der OPEC hat Ecuador seine Wiederaufnahme in die Organisation erdölexportierender Staaten offiziell beantragt. Ein entsprechendes Schreiben sei zum Sitz der OPEC in Wien geschickt worden, teilte das Außenministerium mit. Zugleich sei die Teilnahme von Staatschef Rafael Correa an der nächsten OPEC-Sitzung in Saudi-Arabien am 17. und 18. November beantragt worden.

Durch die Mitgliedschaft in der OPEC werde Ecuador wieder Zugang zu wichtigen Informationen im Bereich des Ölsektors haben, hatte Correa den Schritt kürzlich begründet. Das Land könnte zudem bei der Festlegung von Preisen und Förderquoten mitbestimmen, wäre dann aber auch an diese gebunden.

Austritt 1992

Das südamerikanische Land hatte die OPEC Ende 1992 unter dem konservativen Präsidenten Sixto Duran-Ballen verlassen, weil es seine Forderung nach einer Erhöhung der Förderquote nicht durchsetzen konnte.

Ecuador erzielt zwar den wichtigsten Teil seiner Einnahmen aus der Erdölförderung, ist im internationalen Vergleich mit 0,4 Prozent der bekannten Welterdölreserven aber nur ein kleiner Ölstaat. (APA/dpa)