Wien - Die Betriebsräte des traditionsreichen Klavierbauers Bösendorfer, Tochter der Bawag PSK, fürchten bei einem Verkauf eine zumindest teilweise Verlagerung der Produktion ins Ausland. Die Bawag sollte daher von den Interessenten eine Standortgarantie verlangen, "weil ein Original-Bösendorfer ausschließlich in Österreich produziert werden muss - sonst ist es kein Bösendorfer mehr", heißt es in einer Erklärung des Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrats vom Freitag.

Bei der Übernahme der Firma Bösendorfer durch die Bawag im Jahre 2002 habe der Klavierbauer noch Gewinne erzielt. Durch schlechtes Bawag-Management wurden wir in die Verlustzone getrieben", betont der Betriebsrat. Nun würden Interessenten gehandelt, wo eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland nicht ausgeschlossen werden könne. Gegen einen weiteren Arbeitsplatzabbau "werden wir uns zu wehren wissen", so der Betriebsausschuss der Firma.

Der neue Bawag -Eigentümer Cerberus will die immer noch Verluste schreibende Klavierfabrik verkaufen. Für Bösendorfer war nach Branchenangaben der japanische Yamaha-Konzern Bestbieter, ein finaler Zuschlag an die Japaner ist, wie aus der Bank zu hören war, aber noch nicht "gelaufen". Zuletzt hat sich auch eine österreichische Investorengruppe stark gemacht. Von der Bankführung selbst wird vor Ende aller Verhandlungen zu Bietern und Preisen nicht Stellung genommen. (APA)