Graz - Die an der Frankfurter Börse notierte steirische BDI Biodiesel International AG mit Sitz in Grambach bei Graz ist mit der Errichtung einer Biodiesel-Produktionsanlage in der norwegischen Hafenstadt Frederikstad beauftragt worden. Der Auftragswert für die BDI liege bei rund 18 Mio. Euro, das sei mehr als die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens, teilte das Unternehmen heute, Freitag, mit.

Auftraggeber ist die norwegische Uniol AS. Die geplante Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 114 Mio. Liter soll 2009 in Betrieb gehen. Die Anlage in Norwegen ist weltweit das 28. Projekt der BDI Biodiesel International.

Die Uniol AS erhält von BDI die Multi-Feedstock-Technologie, mit der das österreichische Unternehmen laut Eigenangaben Weltmarktführer ist. Damit kann aus Pflanzenölen, Altspeiseölen und tierischen Fetten Biodiesel hergestellt werden. Der mit dieser Technologie erzeugte Kraftstoff erfüllt die europäische Norm EN 14214, vergleichbar den Leistungen von mineralischem Erdöl-Diesel, jedoch mit günstigerer CO2-Bilanz und geringerer Rußpartikel-Belastung.

Klare Zeichen für Umweltschutz

"In Norwegen werden mit dem Engagement in der Produktion umweltfreundlicher Treibstoffe klare Zeichen gesetzt, trotz der reichen Erdölvorkommen des Landes", teilte der Vorstandsvorsitzende der BDI Biodiesel International, Wilhelm Hammer, heute, Freitag, in einer Aussendung mit. Biokraftstoffe, vor allem Biodiesel, seien keine wissenschaftliche Vision mehr, sondern bereits jetzt ein realer Weg, CO2-Emissionen zu verringern und die Umwelt zu entlasten.

Neues vermeldete die BDI auch auf Personalebene: Die 39-jährige Dagmar Heiden aus Graz leitet seit 15. Oktober als Chief Financial Officer den kaufmännischen Bereich. (APA)