Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: EPA/Alejandro Ernesto
Havanna - In Kuba beginnt mit den Kommunalwahlen am Sonntag ein mehrmonatiger Wahlmarathon. Mehr als 8,3 Millionen Wahlberechtigte sind zunächst aufgerufen, unter mehr als 37.000 Kandidaten 15.236 Stadt- und Kommunalräte auszuwählen. Kommunalwahlen finden alle zwei Jahre statt.

Castro gibt Stimme vom Krankenbett aus ab

Der kubanische Staatschef Fidel Castro hat am Sonntag vom Krankenbett aus seine Stimme bei den Kommunalwahlen abgegeben. Bilder von Castro wurden dabei nicht veröffentlicht. Staatliche Medien erklärten lediglich, der Staatschef habe sein Vertrauen ausgedrückt, dass sich das Volk mit überwältigender Mehrheit an der Wahl beteiligen werde. Die Abstimmung bezeichnete Castro als Gegenpunkt zu den Drohungen von US-Präsident George W. Bush gegen Kuba, wie es in den Medien weiter hieß.

Behördenvertreter erklärten, die Wahlbeteiligung habe wohl bei mehr als 90 Prozent gelegen - ein deutliches Signal für den Ein-Parteien-Staat Kuba und damit gegen die US-Politik. Denn die Regierung in Washington dringt vor allem seit dem Rückzug Castros aus der Öffentlichkeit auf einen politischen Wechsel in Kuba. Castro ist seit einer Notoperation am Darm im Juli vergangenen Jahres nicht mehr öffentlich aufgetreten. Die Amtsgeschäfte übergab er bis auf weiteres an seinen Bruder Raul.

Alle fünf Jahre bestimmen die Kommunalvertreter aus ihren Reihen die Kandidaten für die 14 Provinzparlamente und die Hälfte der Anwärter auf einen der rund 600 Sitze im Nationalparlament. Die andere Hälfte wird von einer Kommission aus acht Sozialorganisationen vorgeschlagen. Voraussichtlich im Februar oder März finden die direkten und geheimen Provinzwahlen statt. Der etwa drei Wochen später zusammentretende Volkskongress wählt die 31 Mitglieder des Staatsrates, dessen Präsident Staats-, Regierungschef und Armeechef in einem ist. (APA/red)