Modische Gummistiefel von Trumpette für Kinder

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Damengummistiefel mit aktuellem Blumendesign

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Stiefel-Taschen-Duo von Blickfang

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Getupft, geblümt, im Leoparden-Look oder im Karo-Muster: knallbunt sind sie auf jeden Fall. Gummistiefel in allen erdenklichen Designs, ob in bequemer Treter-Version mit flachen Absätzen oder in etwas zierlicherer Ausführung mit kleinen Stöckeln, haben sich zum absoluten Renner entwickelt. Nicht nur bei Regen. In Rom beispielsweise werden die bunten Stiefel als Top-Accessoire - gleichermaßen zu Hosen und Miniröcken - auch im Trockenen getragen.

 

Dabei waren Gummistiefel modetechnisch betrachtet lange Zeit verpönt und hatten lediglich als praktische Arbeitsbekleidung eine Existenzberechtigung. Ihr Aufstieg zu kultigen Tretern erfolgte etwa vor zwei Jahren und in diesem Herbst sind sie überall zu sehen. Derzeit sogar im Westernstiefel-Stil.

Geschichtlicher Ursprung

Was die historische Genese der Gummistiefel betrifft, kreist die Geschichte, dass schon die Urbevölkerung Südamerikas sie in einfachster Art hergestellt hat. Sie ließen angeblich Kautschuksaft über die nackten Unterschenkel und Füße laufen, der dann antrocknete und anschließend wie ein Stiefel an und ausgezogen werden konnte. Durch Pflanzensäfte soll sogar eine begrenzte Vernetzung der Latexsubstanz und durch Tränken von Stoffschuhen mit diesem Material eine gewisse Haltbarkeit erreicht worden sein.

In Europa stießen wasserfeste Stiefel auf Gummibasis lange Zeit hindurch auf geringes Interesse. Dass mag daran gelegen sein, dass die Stiefel ab einer gewissen Temperatur an den Füßen und Unterschenkel klebten und das Material bei Kälte spröde wurde. Erst nachdem es Charles Goodyear 1840 gelungen war, Gummi zu vulkanisieren (Kautschuk mit Schwefel und Russ vermischt zu erhitzen), begann man wasserdichte Überschuhe, nunmehr dauerhaft elastisch und nicht mehr klebend, sowie Regenmäntel herzustellen. (red)