Linz - Die Donau Chemie mit Sitz in Wien übernimmt mit November 2007 die oberösterreichische Kanol GmbH & Co KG aus Ried im Traunkreis. Die auf Reinigungsmittel sowie Kosmetik- und Medizin-Produkte spezialisierte Kanol soll in die Sparte "Donauchem" eingliedert werden, sagte Eigentümer und Generaldirektor Alain de Krassny in einer Pressekonferenz.

Bei der Produktion von Consumer Products soll es künftig eine Aufgabenteilung geben, wobei Kanol den Bereich Kosmetik- und rezeptfreie Medizinprodukte abdecken wird. Das Unternehmen mit einer hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügt als einziger Hersteller in Österreich auch über die nötigen Zulassungen, um derartige Produkte zu fabrizieren.

Kanol stellt unter anderem Produkte wie Tetesept her und gehörte mit Spitz zu jenen Unternehmen, die bei der Gründung von Hofer den österreichweiten Lieferboykott nicht unterstützt haben. Seither zählt es zu den Großlieferanten der Handelskette und konnte zuletzt mit 90 Mitarbeitern einen Umsatz von 13,7 Mio. Euro erwirtschaften.

Die Donau Chemie, die mit rund 600 Mitarbeitern zuletzt 189 Mio. Euro umgesetzt und sich auch auf Wasser- und Umwelttechnik spezialisiert hat, plant für den neuen Standort innert dreier Jahre ein Wachstum von 50 Prozent. Auch an den Ausbau des Standorts Ried wird gedacht.

Kanol will überdies die Ausbildung von Lehrlingen intensivieren, denn "der Markt gibt keine Arbeitskräfte mehr her", sagte Kanol-Geschäftsführer Hans Fraundorfer. (Thomas Duschlbauer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.10.2007)