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Frauen gelten nicht umsonst als "erfrorener" als Männer.
Foto: APA/dpa/Frank May
Wien - Rote Hände, kalte Füße und gefrorene Nasen - ein typisches Phänomen des weiblichen Geschlechts? "Mann und Frau haben ein unterschiedliches Temperaturempfinden, Frauen frieren von Natur aus leichter", berichtete Michael Klein vom Wetterservice Donnerwetter.de in einer Presseaussendung. Das unterschiedliche Kälteempfinden hängt vor allem mit dem Energieverbrauch zusammen, erklärte Angelika Grätz, Medizinmeteorologin beim Deutschen Wetterdienst.

Haut, Muskeln und Fett

Die weibliche Haut sei dünner und verliere dadurch auch mehr Wärme, meinte Klein. Das konnte die Medizinmeteorologin nicht bestätigen. "Männer haben mehr Muskeln, ihr Energieverbrauch ist dadurch größer - und das produziert Wärme", betonte die Expertin. Und da sind sich die beiden Fachleute einig: "Der weibliche Körper besteht nur zu 25 Prozent aus Muskeln, der des Mannes zu etwa 40 Prozent", erläuterte Klein.

Das weibliche Geschlecht hat aber ein größeres Fettdepot. "Die Natur gab den Frauen zum Ausgleich eine bessere Isolation, um die Wärme besser im Körper zu halten: Ihr Fettanteil liegt mit 25 Prozent höher als der des Mannes, der nur 15 Prozent hat", erklärte Klein. Laut Expertin des Deutschen Wetterdienstes macht diese Tatsache Frauen im kalten Wasser überlebensfähiger. Auch das weibliche Temperaturempfinden ist im Wasser dadurch unempfindlicher als das der Männer.

Schönheitsideal

Für die weibliche Figur sei das allerdings alles andere als wünschenswert. Diese "natürliche Wärmedämmung" entspricht nicht dem Schönheitsideal, hieß es in dem Bericht von Donnerwetter.de. Es bleibe die Wahl zwischen höheren Ziffern auf der Heizrechnung oder auf der Waage. (APA)