Atlanta - Der US-Hausgerätehersteller Whirlpool hat seinen Gewinn dank starker Geschäfte in Europa, Asien und Lateinamerika um die Hälfte gesteigert. Ungeachtet einer rückläufigen Nachfrage in den USA wies der Mutterkonzern der Stuttgarter Bauknecht am Dienstag eine unerwartet deutliche Ertragssteigerung auf 175 Mio. Dollar (123,5 Mio. Euro) oder 2,20 Dollar je Aktie für das dritte Quartal aus. Analysten hatten im Schnitt nur mit 2,13 Dollar je Papier gerechnet.

Beim Umsatz blieb Whirlpool mit 4,84 Mrd. Dollar etwas unter den Markterwartungen. Der Hersteller von Waschmaschinen, Kühlschränken und Herdgeräten bekräftigte zwar seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr, senkte jedoch seine Prognose für den wichtigsten Markt in den USA, weil dort der Immobilienmarkt schwächelt.

Whirlpool hatte im vergangenen Jahren den kleineren Rivalen Maytag gekauft und konkurriert mit der schwedischen AEG-Mutter Electrolux. Electrolux enttäuschte am Montag indes die Anleger mit seinen Zahlen für das dritte Quartal. Das unerwartet geringe Gewinnplus führte der Konzern auf hohe Kosten bei der Einführung neuer Produkte in Europa zurück. (APA/Reuters)