Kabul - US-geführte Koalitionstruppen haben in der südafghanischen Provinz Sabul nach eigenen Angaben fünf Aufständische getötet und dabei versehentlich auch ein Kind erschossen. Vier Kinder seien verletzt worden, teilte die Koalition mit. Ihre Soldaten seien am Dienstag bei der Anti-Terror-Operation in einem Nomadencamp unter Beschuss gekommen und hätten das Feuer erwidert. In dem Zelt, das von den Soldaten unter Feuer genommen worden sei, seien später das getötete und die verletzten Kinder entdeckt worden. Ein Koalitionssprecher drückten den Familien sein Bedauern aus.

Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, bei einem Luftangriff in der zentralafghanischen Provinz Wardak seien mehrere Extremisten getötet worden. Mehr als 50 Aufständische seien von Bodentruppen bei der Vorbereitung eines Hinterhalts beobachtet und dann gezielt aus der Luft bombardiert worden. Berichte über zivile Opfer lägen nicht vor. Sollten doch Zivilisten zu Schaden gekommen sein, werde die ISAF allen Betroffenen helfen.

Die afghanische Armee tötete nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kabul zwölf mutmaßliche Taliban-Kämpfer in Wardak. Die Koalition teilte mit, in der südafghanischen Provinz Kandahar seien fünf mutmaßliche Extremisten gefangen genommen worden. (APA)