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Vergewaltigung als Waffe: Die UN kann von keinen Fortschritten im Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen in Kriegsgebieten berichte. Eine baldige weltweite Kampagne soll den Betroffenen helfen.
Foto: APA/AP/Alfred de Montesquiou
New York - In einer am Dienstag in New York verlesenen Erklärung hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein Ende der Straffreiheit bei Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt gegen Frauen in Konfliktregionen und Krisengebieten gefordert. Nur so könne im Anschluss an eine Konfliktlösung der Weg zu Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung eingeschlagen werden.

"Abscheuliche und pandemische Ausmaße"

Zum Auftakt von eintägigen Beratungen über die Umsetzung einer im Jahr 2000 verabschiedeten Resolution für einen verstärkten Schutz von Mädchen und Frauen in bewaffneten Konflikten meinte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: "Gewalt gegen Frauen hat in einigen Gesellschaften, die sich von einem Konflikt zu erholen versuchen, abscheuliche und pandemische Ausmaße angenommen." Alle Beteiligten müssten eine kollektive wie individuelle Antwort darauf finden, sagte Ban, ohne einzelne Länder zu nennen.

Kampagne kommt

Der für Friedensmissionen zuständige stellvertretende Generalsekretär Jean-Marie Guehenno sagte, dass Vergewaltigung in Konfliktregionen wie dem Kongo und der sudanesischen Region Darfur als Waffe eingesetzt werde. Die Sonderberaterin für Beziehungen zwischen den Geschlechtern, Rachel Mayanja, rief alle Regierungen, Parlamente, internationale Organisationen und Gruppen der Zivilgesellschaft auf, sich einer weltweiten Kampagne gegen die Gewalt gegen Frauen anzuschließen, die Ban noch in diesem Jahr starten will. (APA/AP)