Wien – Rauf und runter gerechnet wurde bei Eigentümervertreter Verkehrsministerium am Mittwoch eine allfällige Abgeltung der wohlerworbenen (und im Dienstvertrag mit der Asfinag-Baumanagement detailliert festgelegten) Pensionsansprüche des präsumptiven Vorstandsmitglieds Alois Schedl. Welches Ergebnis die versicherungsmathematische Übung zeitigte, steht laut Insidern vermutlich erst kurz vor der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag fest, in der Schedl und sein von der ÖVP nominierter Vorstandskollege Klaus Schierhackl offiziell bestellt werden.

Höhere Mathematik

Notwendig wurden die Rechenübungen, weil der von Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) favorisierte Karrieresprung Schedls an die Asfinag-Spitze (samt Ablöse und Auszahlung des aktuellen Dreiervorstands) die Vorstands-Rochade teurer macht. Dies, weil sich die Basis für die Berechnung der Pension, die Schedl theoretisch ab dem 60. Lebensjahr beanspruchen kann, von 155.000 Euro auf rund 210.000 Euro Jahresentgelt (nicht Monatsentgelt, wie der Standard am Mittwoch irrtümlich berichtete – wir bedauern) erhöhen würde. Daher trachtet man in Verkehrsministerium und Asfinag, eine Abgeltung via Einmalzahlung zu erwirken.

Fix ist dafür, dass die aus dem operativen Geschäft der Asfinag kommenden Neo-Vorstände ihren Dienst in der Chefetage sofort antreten können und die mit Erfolgsprämien verabschiedeten Franz Lückler, Mathias Reichhold und Christian Trattner ihren Dienst bald quittieren können. Zumindest mit einem werden sie auch künftig zu tun haben, denn Trattner wird bei der Alpine an Bord gehen. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.10.2007)