Wien - Die Neubestellung des Asfinag-Vorstandes sorgte erwartungsgemäß bei SPÖ und FPÖ für unterschiedliche Reaktionen. Die Kanzlerpartei, die auch den Verkehrsminister stellt, sprach davon, dass mit dem als SPÖ-nahe geltenden Alois Schedl "einer der erfahrensten und kompetentesten Manager im Bereich des österreichischen Straßenbaus bestellt wurde". Co-Vorstand Klaus Schierhackl, der als ÖVP-nahe gilt, wurde in der Aussendung von SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder nicht erwähnt.

FPÖ-Verkehrssprecher Harald Vilimsky empörte sich heute wiederum über den "parteipolitischen Würgegriff", in dem sich die Asfinag befinde. Er sprach von einer "politischen Besetzung". Dabei wäre gerade bei der Asfinag eine "Entparteipolitisierung dringend nötig", meinte Vilimsky.

Durch die am Donnerstag erfolgte Neubestellung des Vorstandes der staatlichen Autobahnholding Asfinag verlor der Kurzzeit-FPÖ-Obmann und -Verkehrsminister Mathias Reichhold seinen Vorstandsjob bei der Asfinag. Er erhält, wie auch die beiden anderen nun ausgeschiedenen Vorstände, laut früheren Auskünften des Verkehrsministeriums eine Abfertigung von 280.000 Euro. (APA)