New York - Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb hat nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal seine Ziele für das laufende Jahr erneut angehoben. Der Gewinn habe sich von Juli bis September auf 858 Mio. Dollar (600 Mio. Euro) von 338 Mio. Dollar vor Jahresfrist mehr als verdoppelt, teilte Bristol-Myers am Donnerstag mit. Der Gewinn je Aktie lag damit bei 43 Cent. Vor Sonderposten verdiente der Konzern 38 Cent je Aktie und damit zwei Cent mehr als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz kletterte um fast 22 Prozent auf 5,05 Mrd. Dollar, wozu vor allem ein starkes Geschäft mit Plavix beitrug. Die Erlöse mit dem Thrombosemittel verdoppelten sich nahezu auf 1,25 Mrd. Dollar.

Plavix, das Bristol-Myers gemeinsam mit dem französischen Pharmariesen Sanofi-Aventis vermarktet, hatte im vergangenen Jahr stark unter der Konkurrenz einer Nachahmerversion des kanadischen Generikaherstellers Apotex gelitten. Diese war im August 2006 auf den Markt gekommen. Auch wenn ein New Yorker Gericht den Verkauf der günstigeren Version kurze Zeit später wieder gestoppt hatte, hatte der hohe Vorrat auf dem Markt das Geschäft mit Plavix bis Anfang 2007 gebremst.

Optimistischer Blick

Das wieder angezogene Geschäft mit seinem Hauptumsatzbringer stimmt den Arzneimittelhersteller optimistisch. Für 2007 erwartet Bristol-Myers nun einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 1,42 bis 1,47 Dollar je Aktie, nachdem bisher 1,35 bis 1,45 Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einen Zuwachs von 35 Prozent bedeuten. Bristol-Myers hatte bereits im Juli nach einem starken zweiten Quartal seine Prognosen erhöht.

Der Pharmakonzern vermarktet zusammen mit dem US-Biotechunternehmen Imclone das Krebsmittel Erbitux in den USA, für das der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck 1998 die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte außerhalb der USA und Kanada erworben hatte. Mit Erbitux verzeichnete Bristol-Myers im dritten Quartal ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 185 Mio. Dollar. ImClone steht eine Zahlung von 39 Prozent dieses Umsatzes von Bristol-Myers zu. (APA/Reuters)