Washington - Die USA haben sich zuversichtlich gezeigt, dass Nordkoreas Atomprogramm bis Ende des Jahres keine Bedrohung mehr darstellen wird. Er erwarte, dass dann Klarheit über die Urananreicherung des Landes bestehe, sagte US-Chefunterhändler Christopher Hill am Donnerstagabend vor einem Komitee des Repräsentantenhauses in Washington. Hill wies Befürchtungen der Abgeordneten zurück, Nordkorea könne von Gegenleistungen profitieren, bevor es seinen Verpflichtungen nachkomme, die in einem im Februar abgeschlossenen Abkommen festgelegt wurden.

Keine diplomatischen Beziehungen

So würden die USA keine diplomatischen Beziehungen mit der Regierung in Pjöngjang aufnehmen, bis Nordkorea sich aus dem Atomgeschäft verabschiedet habe. Hier werde nicht auf der Basis von Vertrauen gehandelt, sagte Hill.

Zusage

Die Regierung in Pjöngjang hat konkrete Schritte zur Stilllegung ihres Atomprogramms bis Jahresende zugesagt. Im Gegenzug für Energiehilfen will das Land seine Atomprogramme offen legen und seine Anlagen schließen. Die kommunistische Führung hat bereits den Reaktor in Yongbyon abgeschaltet. Internationale Beobachter gehen davon aus, dass Nordkorea genug Plutonium angereichert hat, um mindestens acht bis neun Atombomben zu bauen. (APA/Reuters)