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Die Uhren wurden von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück gestellt, die Nacht um eine Stunde länger.

Foto: AP/Thomas Kienzle
Wien - Am Sonntag konnte man um ein Stunde länger schlafen. Am 28. Oktober wurden um 3 Uhr nachts die Uhren auf 2.00 Uhr zurück gestellt. Mit dem offiziellen Beginn der Winterzeit verlängerte sich die Nacht um eine Stunde.

Mini Jetlag

"Die Zeitumstellung führt in unserem Körper zu einem Mini Jetlag, ähnlich wie nach einer längeren Reise. Diese Umgewöhnung kann vier Tage bis zwei Wochen dauern.", so Schlafexperte Prof. Dr. Zulley.

Symptome dieses Jetlags können z. B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder depressive Verstimmungen sein. Mehrere europäische Studien zeigen die Wechselbeziehung zwischen der Zeitumstellung und der Anzahl der Arztbesuche. Laut dieser Studien gibt es am Morgen nach der Zeitumstellung auch mehr Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz als sonst.

Im Jahr der Ölkrise eingeführt

Eingeführt wurde die Sommerzeit in Europa 1973 anlässlich der Ölkrise, mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang.

Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit ebenso erst 1980 ein.

Allerdings gab es in Österreich auch im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit. Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter erfolgloser Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen.(red)