San Diego - Die Waldbrände im Süden Kaliforniens haben seit ihrem Beginn vor einer Woche rund 640.000 Menschen in die Flucht getrieben. Das teilten die Behörden der Stadt San Diego am Samstag offiziell mit. Bisher hatte es Schätzungen gegeben, nach denen zwischen einer halben und einer Million Menschen vor den Bränden aus ihren Häusern geflohen waren. Die meisten Flüchtlinge durften inzwischen wieder nach Hause zurückkehren. 19.000 Menschen unterstanden jedoch den offiziellen Angaben zufolge noch immer der Evakuierungsanweisung; 3.000 Menschen hielten sich noch in Notunterkünften auf. Es handelte sich um die größte Massenevakuierung in der Geschichte Kaliforniens. Die Waldbrände gehören zu den schlimmsten, die der US-Bundesstaat jemals erlebt hat. 17 Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, 1800 Häuser wurden zerstört und 203.000 Hektar Land fielen den Flammen zum Opfer. Im Jahr 2003 waren bei Waldbränden in Kalifornien 22 Menschen ums Leben gekommen. Damals verbrannten 3000 Häuser. (APA)