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Grafik: Archiv
Eine kommunikationswissenschaftliche Studie der Universität St. Gallen warnt vor übermäßigem Gebrauch von E-Mail-fähigen Handys wie Blackberrys . "Eine deutlich wachsende Tendenz zu Konflikten im Privatleben" sei durch die ständige Erreichbarkeit festzustellen, meint die Universitätsprofessorin Miriam Meckel im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Blackberrys erlauben immer und überall auf geschäftliche Mails antworten zu können. Das sei vor allem im Familienleben störend, meint Meckel. Position Ganz im Gegensatz steht diese Meinung zur neuen Positionierung von Blackberry. Der Handheld-PDA soll in Zukunft durch private Kommunikationsnetzwerke die Koordination des Familienlebens erleichtern. Meckel sieht die andauernde Verwendung von Blackberrys im Privatleben jedoch als Einschränkung der Lebensqualität: "Das bedeutet für ihre Familien und Partner: Sie sind physisch präsent, aber ständig abgelenkt - am Frühstückstisch, beim Spaziergang, beim Spielen mit den Kindern." Relevanz Manager würden nur deshalb so oft zum Blackberry greifen, weil sie Angst hätten, relevante Arbeitsschritte vollkommen ihren Mitarbeitern anzuvertrauen, meint Meckel: "Sie fürchten sonst, nicht mehr wichtig zu sein." Auch die Kommunikationsflut innerhalb von Unternehmen kritisiert Meckel. Diese sei die Folge der so genannten "Cover-your-ass-Strategie". Viele E-Mails würden nur an Kollegen weitergeleitet, um bei der Lösung eines Problems möglichst nicht alleine dazustehen und sich auf andere ausreden zu können. (APA)