Brüssel - Der europäische Stahlverband Eurofer wird am Montag mit einer EU-Beschwerde gegen den Import von Billigstahl neben China auch gegen Südkorea und Taiwan vorgehen. Im Blick hat Eurofer dabei zunächst kaltgewalzte Edelstahlflachprodukte. Im Fall von China beziehe sich das Vorgehen auf schmelztauchveredelte Produkte, so informierte Kreise. Weitere Beschwerden, vor allem gegen China, könnten in den kommenden zwei Wochen folgen.

Die EU-Kommission könnte aufgrund der Beschwerde zu Anti-Dumping-Maßnahmen wie Schutzzöllen oder Einfuhrbeschränkungen greifen und damit einen Handelsstreit mit China auslösen.

Europäische Stahlhersteller wie ThyssenKrupp und Weltmarktführer ArcelorMittal werfen vor allem China vor, dank staatlicher Subventionen mit Billig-Stahlprodukten auf die internationalen Märkte zu drängen. (APA/Reuters)