Österreich, 2006 von Wolfgang Fellner und seiner Stiftung gegründet, hat einen neuen Gesellschafter: Fritz Fellner, geboren 1922, früher Ordinarius für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Salzburg und Vater des Zeitungsgründers.

Der Papa wird's schon richten? Die Namen des Historikers und seiner Frau fanden sich öfter bei Verlagen der Söhne im Firmenbuch: Stiftungen mit der Eltern Namen spielten etwa bei News eine Rolle.

Eine der "Österreich"-Firmen (Innovationen, Entwicklung, Lizenzen) gehört Wolfgang und Bruder Helmuth. Neun Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die hinter dem Blatt stehen, der Fellner Medien, einer in eine GmbH umgewandelten AG.

Die Fellner Medien gehörte bei Zeitungsgründung ganz der Wolfgang Fellner Privatstiftung. Nun hält sie fünf Prozent, eine WF BeteiligungsgmbH 95 Prozent. Die WF gehört zu 50,1 Prozent Wolfgang, zu 49,9 Fritz. Dazu kommt eine WF Kommanditgesellschaft. An der auch neuen F-Beteiligungs-Gesellschaft, laut Firmenbuch noch ohne Beteiligungen, halten Vater und Sohn je 50 Prozent.

Wolfgang Fellner erklärt diese aus dem Firmenbuch stammenden Informationen für "völlig falsch", sie entsprängen einer "falschen Interpretation des Firmenbuchs". Er erklärt (wie berichtet): "Mein Vater ist seit der Gründung von "News" regelmäßiger Investor." Und weiter: "Die laufende Umgründung, von der Sie offenbar nur einen Zwischenschritt im Firmenbuch gesehen haben, führt entgegen Ihrer Vermutung / Behauptung nicht zum Einstieg meines Vaters sondern aufgrund seines fortgeschrittenen Alters zur Überführung in eine Stiftung. Dies hat ausschließlich familiäre Gründe - und zeigt: Ihre Recherchen (und vor allem Ihre daran geknüpften Vermutungen) sind wie schon bei Ihren letzten Mails grundlegend falsch."

Dass die Wolfgang Fellner Privatstiftung alleinige Eigentümerin der Fellner Medien war, der die diversen "Österreich"-Firmen gehören, bestritt Fellner nicht. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 30.10.2007, ergänzt)