Wien – Nach der Bruchlandung einer Propellermaschine des Typs Dash-8-400 (Q400) der skandinavischen Fluggesellschaft SAS in Kopenhagen wird die Airline alle Flieger des Typs aus dem Verkehr ziehen und aus der Flotte ausmustern. Das teilte SAS am Montagnachmittag mit. "Das Vertrauen in die Q400-Maschinen hat erheblich gelitten, und auch unsere Passagiere werden zunehmend unsicher, mit diesem Flugzeugtyp zu reisen", sagte SAS-Chef Mats Jansson in einer Aussendung. Der Flugzeugtyp "genügt nicht mehr den hohen Sicherheits- und Qualitätsansprüchen der Airline" und könne dem Image schaden.

Bis zur zweiten Hälfte 2008 will SAS mit der Einführung einer langfristigen Lösung beginnen, bis dahin soll durch Umverteilung in der Flotte und Leasing zusätzlicher Flieger der Ausfall der 27 Dash-8 möglichst kompensiert werden. Insgesamt hat SAS rund 300 Flieger in ihrer Gruppe.

Bei der AUA, die zehn Dash-8-400 in Betrieb hat, sieht man indes keine Notwendigkeit, sich von diesem Flugzeugtyp zu verabschieden. Das Vertrauen sei "ungebrochen", bei "116.000 Starts und Landungen mit dieser Maschine hat es keine Probleme gegeben", erklärte AUA-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm dem STANDARD. Außerdem habe man im September aufgrund eines früheren Zwischenfalls bei SAS alle Maschinen geprüft und für in Ordnung befunden. Bei der SAS war die Notlandung am Samstag bereits der dritte Zwischenfall mit defektem Fahrwerk. (spu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.10.2007)