Dietenhofen - Das sächsische Kult-Auto "Trabi" soll bald wieder über Deutschlands Straßen rollen. Zumindest wünschen sich das 93 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage des mittelfränkischen Modellauto-Herstellers Herpa. Die Miniaturen-Firma hatte im September die Initiative "newTrabi" gegründet und will das DDR-Kultauto in Originalgröße wiederbeleben.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) stellte Herpa das Projekt mit einem 1:10 Modell vor und ließ über eine Neuauflage des oft als "Rennpappe" belächelten DDR-Autos abstimmen. Die Ergebnisse der Befragung mit 12.000 Teilnehmern teilte der Modellbauer jetzt auf seiner Internetseite mit: Der neue Trabi soll kultiges Design mit sparsamer Technik vereinen. "Die Ergebnisse bestätigen unser Engagement", erklärte der Begründer der "newTrabi"-Initiative und Herpa-Geschäftsleiter, Klaus Schindler.

Herpa hat sich die Rechte an der Marke Trabant gesichert. Nach der Zustimmung auf der IAA wolle man nun ernsthaft mit möglichen Partnern verhandeln. Aussichtsreichster Kandidat sei derzeit die Funke & Will AG aus Großenhain in Sachsen, die exklusive Sportwagen in Kleinserie fertigt. Die endgültige Entscheidung über den Trabi-Bau soll im Dezember fallen. (dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.10.2007)