Graz - Die Autorin Rosa Pock erhält den mit 12.000 Euro dotierten Literaturpreis des Landes Steiermark 2007. Pocks Texte bzw. ihr ganzes Werk seien "so unvorhersehbar wie kaum ein anderes". Die Freiheit ihrer Erfindungen sei "bemerkenswert und verblüffend - und doch immer der ästhetischen Moderne verpflichtet und nicht einem bloßen ungebundenen Fabulieren", heißt es in der Begründung der Jury.

Rosa Pock, 1949 in Wagna in der Steiermark geboren, war von 1972 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 mit H. C. Artmann verheiratet; sie lebte in Graz, Paris und Salzburg, studierte Philosophie und begann erst in den 90er Jahren literarisch zu publizieren. Ihre Werke erscheinen seitdem fast ausschließlich im Verlag Droschl in Graz: "Monolog braucht Bühne" (1993), "Ein Halbjahr im Leben einer Infantin" (1995), "Die Hundekette" (2000), "Eine kleine Familie"(2004). Ihr Werk wurde u.a. mit dem Forum Stadtpark-Literaturpreis 1996 und dem Italo Svevo-Preis 2005 ausgezeichnet.

Weiters werden auch zwei Literaturstipendien zu je 2.900 Euro vergeben. Sie gehen an Ingeborg Horn und Thomas Antonic, teilte die Kulturabteilung des Landes am Dienstag mit. Mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 22. Jänner 2007 werden alle Literaturpreise des Landes Steiermark künftig nicht mehr im Zweijahres - sonder Dreijahresrhythmus vergeben. Die nächste Vergabe des Preises findet somit erst wieder im Herbst 2010 statt.(APA)