Paris – Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy steht eine gewaltige Gehaltserhöhung bevor. Sein Einkommen soll von bisher 8300 auf 20.000 Euro monatlich anwachsen. Das ist immerhin ein Anstieg von 140 Prozent. Die Abgeordneten von Sarkozys Regierungspartei UMP wollen einen entsprechenden Antrag im französischen Parlament einbringen, berichtete Le Monde am Dienstag.

„Mehr arbeiten, um mehr zu verdienen“, war dabei noch im Wahlkampf eine der Parolen des Präsidenten. Mit der Gehaltserhöhung soll das Einkommen des Präsidenten auf das Niveau seines Premiers angehoben werden, argumentiert die UMP. Zudem trage der Staatschef eine gewaltige Verantwortung und müsse daher gut entlohnt werden.

Die oppositionellen Sozialisten sprachen von einem „falschen Signal“ an die Bevölkerung. Die UMP führt auch an, dass der Präsident erst nach seiner Gehaltserhöhung ähnlich gut verdient wie seine europäischen Amtskollegen. Tatsächlich bekam etwa Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer bisher wesentlich mehr. Fischer verdient vor Abzug der Steuern monatlich 22.466 Euro. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 31.10./1.11.2007)