Paris - Der am Montag beendete fünftägige Ausstand des Kabinenpersonals von Air France hat der Fluggesellschaft einen Nettoverlust von 60 Mio. Euro verursacht. Dies teilte die Gesellschaft in einer ersten Schätzung am Dienstagabend mit. Demnach führte der Streik zu einem Einnahmenverlust von 80 Mio. Euro, von denen 20 Mio. Euro Treibstoffeinsparungen abgezogen werden müssen.

Diese Berechnung umfasst laut Air France auch die Rechnungen für Hotels, Verpflegung und Taxis jener Passagiere, die nicht rechtzeitig abfliegen konnten. Was die Kunden von Reiseveranstaltern anlangt, so wird Air France nur die Tickets, nicht aber die damit verbundenen Unterkünfte in den Urlaubsorten rückvergüten, betonte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Dagegen hatten die Reiseagenturen verlangt, dass man bei der Entschädigung auch den übrigen Angeboten der Urlaubspauschalen Rechnung trage.

Auf Initiative von sieben Gewerkschaften hatte die Mehrheit der 15.000 Hostessen und Stewards der Air France von Donnerstag bis einschließlich Montag gestreikt. Sie forderten eine Lohnanhebung und bessere Arbeitsbedingungen. Infolge des Ausstandes konnten die Hälfte der Fernflüge und 40 Prozent der Mittelstreckenflüge der Gesellschaft nicht starten. Bis zum Streikende kam es allerdings zu keiner Einigung zwischen Personal und Direktion. Bis zu den Weihnachtsferien wurden rund zwei Dutzend Verhandlungstermine zwischen den Sozialpartnern vereinbart. (APA)