San Francisco - Fossilien von Quallen zu finden ist ein überaus seltenes Ereignis: Der gallertartige Körper der Nesseltiere besteht zu etwa 99 Prozent aus Wasser - nur in wenigen bekannten Fällen ist es daher zur Fossilierung gekommen. Aus den spärlichen bisherigen Funden schließen Forscher, dass Quallen schon vor über 600 Millionen Jahren durch die Ozeane des Ediacariums, einem Erdzeitalter ohne Tiere mit harten Innen- oder Außenskeletten, schwammen.Auf jeden Fall reicht die Entwicklung der Quallen bis ins mittlere Kambrium zurück: Das belegen aktuelle Funde von US-Forschern im US-Bundesstaat Utah. Dort fanden sie in Felsen die mit 505 Millionen Jahren bisher ältesten Quallen-Fossilien überhaupt, wie das Journal "PLoS ONE" berichtet. In den Felsabdrücken wurden vier Quallentypen erkennbar - Details der Schirme und Tentakel ähneln denen heutiger Arten, berichtet das Team um Paulyn Cartwright von der Universität von Kansas in Lawrence. Eine genaue Zuordnung der nur wenige Millimeter breiten Fossilien war jedoch nicht möglich. (APA/dpa/red)