London - Im Londoner Untersuchungsverfahren zum Tod von Prinzessin Diana sind die an der Verfolgungsfahrt beteiligten französischen Paparazzi nicht zur Aussage verpflichtet. Noch vergangene Woche sah es so aus, als ob die Augenzeugen von Paris aufgefordert wurden, an den Anhörungen teilzunehmen.

Es scheint aber eine Veränderung in der Haltung der französischen Behörden zu gebenerklärte ein Londoner Richter.

In den Londoner Anhörungen wurden bereits mehrere Fotografen per Video-Schaltung aus Paris angehört worden. Das Untersuchungsverfahren wurde am 2. Oktober eröffnet und soll Licht in die ungeklärten Umstände des Todes von Diana und ihrem Geliebten Dodi Fayed bringen.

Nach jahrelangen Ermittlungen kam die britische und die französische Polizei zu dem Schluss , dass Diana bei einem "tragischen" Unfall ums Leben kam. Demnach hatte ihr unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss stehender Fahrer Henri Paul den Wagen in Paris auf der Flucht vor Pressefotografen gegen einen Tunnelpfeiler gelenkt.

Dodis Vater Mohammed Fayed beharrt dagegen auf der These, das Paar sei einem Mordkomplott des Buckingham-Palastes oder der britischen Geheimnisdienste zum Opfer gefallen. Damit habe verhindert werden sollen, dass Diana einen Muslim heirate. (APA)