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Der Markt sei inzwischen massiv überhitzt, wird befürchtet.

Foto: AP/Bimmer
Frankfurt/Wien - Der Ölpreis der Organisation erdölproduzierender Staaten (OPEC) hält weiter auf Rekordkurs: In New York lag der Preis für ein Barrel der Referenzsorte Light Sweet Crude zum Handelsschluss bei 95,93 Dollar. Einen höheren Schlusskurs hatte es noch nie gegeben. Am Donnerstag hatte der Preis im Tagesverlauf zeitweilig sogar bei 96,24 Dollar gelegen. In London übersprang der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent am Freitag erstmals die 92-Dollar-Marke und erreichte zum Handelsende 92,08 Dollar.

Aus den Rekordpreisen beim Öl erwächst nach Einschätzung von Volkswirt Frederic van Parijs von der Investmentgesellschaft ING vermutlich der US-Konjunktur das größte kurzfristige Risiko. Aus technischer Sicht sei der Markt inzwischen massiv überhitzt, sagte LBBW-Rohstoffanalyst Frank Schallenberger. Seiner Meinung nach ist "eine Korrektur in den Bereich von 75 bis 80 Dollar pro Barrel vorprogrammiert".

Angesichts der steigenden Ölnotierungen und der anhaltenden Dollarschwäche zog auch der Gold-Preis wieder an und stieg über die psychologisch wichtige Marke von 800 Dollar (553 Euro). In der Spitze stieg der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls (31,1 Gramm) am Abend auf 804,80 Dollar. Das waren 14,97 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Seit Mitte August ist der Goldpreis um etwa 150 Dollar gestiegen. "Unterstützung für den Goldpreis könnte durch das indische Lichterfest Diwali am 9. November kommen, da während der bis zu fünftägigen Feierlichkeiten traditionell viel Gold gekauft wird", sagte Schallenberger.

Ernüchternde Konjunkturdaten

Der Kupfer-Preis hielt sich mit 7.540 Dollar je Tonne auf dem Niveau des späten Vortagesgeschäfts. Zuletzt hatten hohe Vorräte und ernüchternde US-Wirtschaftsdaten die Notierungen für das vorwiegend in der Bau- und Elektroindustrie eingesetzte Industriemetall sinken lassen. Zink notierte ebenfalls kaum verändert zum späten Vortagesgeschäft und kostete 2.752 Dollar je Tonne. Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank erwartete, dass sich Zink in Zukunft verteuern wird. "Das Metall, das vor allem bei der Galvanisierung von Stahl eingesetzt wird, dürfte primär in China weiterhin gesucht sein, zumal die hohen Nickelpreise durchaus die Suche nach Alternativen von anderen Edelstahlsorten begünstigt", schrieb Weinberg in einer Marktstudie. Nickel kostete 32.100 Dollar je Tonne und war damit 400 Dollar günstiger als am Vorabend. (APA/Reuters)