Berlin/Sevilla - Die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2007 wurden von der Europäischen Filmakademie im Rahmen des Festivals in Sevilla am Samstag bekanntgegeben. Die sechs Nominierten für den Besten Film sind "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin (Deutschland), "Die Queen" von Stephen Frears (Großbritannien), "La Vie en Rose" von Olivier Dahan (Frankreich/Tschechien/Großbritannien), "Der letzte König von Schottland" von Kevin Macdonald (Großbritannien), "4 Monate, drei Wochen und zwei Tage" von Christian Mungiu (Rumänien) und "Persepolis" von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud (Frankreich).

Die Verleihung findet am 1. Dezember in Berlin statt, der einzige österreichische Film, der auf der Auswahlliste gestanden hatte (Ulrich Seidls "Import Export"), ist nicht nominiert.

Die Favoriten

"Die Queen" wurde in insgesamt sechs Kategorien nominiert - außer als bester Spielfilm noch für den Europäischen Regisseur 2007, Helen Mirren als beste Darstellerin, Peter Morgan für das beste Drehbuch, Lucia Zucchetti für den besten Schnitt und Alexandre Desplat für die Europäische Filmmusik 2007. "Auf der anderen Seite" , der von Deutschland auch ins nächste Oscar-Rennen geschickt wird, ist auch als bester Europäischer Regisseur und für das beste Drehbuch nominiert.

Als beste Regisseure Europas sind ferner im Rennen der Schwede Roy Andersson für "Le Devande" (You, the Living), der Brite Kevin Macdonald für "Der letzte König von Schottland", der Rumäne Christian Mungiu für "4 Monate, drei Wochen und zwei Tage" sowie der Italiener Giuseppe Tornatore für "Die Unbekannte".

Die Schauspiel-Listen

Als beste Schauspielerin sind nominiert Marion Cotillard in dem französischen Streifen "La Vie en Rose", die Britin Marianne Faithful in "Irina Palm", die Holländerin Carice van Houten in "Black Book", die Rumänin Anamaria Marinca in "4 Monate, drei Wochen und zwei Tage" sowie die Russin Ksenia Rappoport in "Die Unbekannte".

Als Europäischer Schauspieler 2007 sind im Rennen der Israeli Sasson Gabai in "The Band's Visit", der Italiener Elio Germano in "Mio Fratello E Figlio Unico" (My Brother is an Only Child), der schottische Schauspieler James McAvoy in "Der letzte König von Schottland", der Serbe Miki Manojlovic in "Irina Palm", der Franzose Michael Piccoli in "Belle Toujours" und der Brite Ben Whishaw in "Das Parfüm" von Tom Tykwer. "Das Parfüm" ist auch im Rennen für die beste Kamera und die beste technische Leistung (Ulrich Hanisch für Production Design) und die Filmmusik von Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil. (APA/dpa)