DirectX 10 Effekte sind größtenteils auch unter Windows XP verfügbar.

Screenshot: derStandard.at
Wir schreiben das Jahr 2019, ein Asteroid enormen Größe prallt auf eine – zu Nordkorea gehörende – Inselkette, das gesamte Gebiet wird von der Regierung abgeriegelt. Der Fall ähnelt der Vorkommnissen in Roswell und daher zeigen sich die Vereinigten Staaten äußerst interessiert an dem Mysterium. Ein Elite-Team der USA wird ausgesendet um zu erforschen, was auf den Inseln vor sich geht, doch inmitten der Untersuchungen öffnet sich der gewaltige Asteroid, ein zwei Kilometer hohes Raumschiff schießt empor und lässt die Palmen-Stände und Wälder in Eis erstarren. Die Folgen auf das globale Klima sind enorm, nun ist es Zeit für Jake Dunn und das restliche Delta Force Team die Invasion der Außerirdischen zu stoppen, um weitere Auswirkungen zu verhindern.

Epic Games zittert

Bereits im Vorfeld zog Crysis alle Blicke auf sich, und das nicht nur weil es die wohl größte Shooter-Hoffnung aus Deutschland ist, sondern wegen der Entwicklung der CryEngine 2. Aufbauend auf der ersten CryEngine, welche bei Far Cry zum Einsatz kam, macht man selbst den alten Hasen von Epic Games – samt Unreal Engine 3 – das Leben schwer. Optisch zeichnet sich der Action-Titel unter anderem durch fast fotorealistische Landschaftsbilder aus, auch eine weitreichende Interaktion mit der Umgebung ist ein Zeichen dafür, dass Spieleentwickler sich der Realität fortsetzend nähern. An den Versuch, wie sehr Crysis der Realität tatsächlich ähneln kann, wagte sich mit dem Titel auch die PC Games Hardware, indem Eingriffe in den Code der Demoversion vorgenommen wurden. Auch ist es mithilfe eines inoffiziellen Patches möglich größtenteils Direct3D 10 Effekte unter Windows XP nutzen zu können.

Das kann es besser

Die besondere Spielmechanik von Crysis ist größtenteils dem neuen Nanosuit zu verdanken, wodurch der Recke und sein Team besondere Fähigkeiten erfahren. Wird man etwa unter Beschuss genommen stellt man "maximalen Schutz" ein, werden einem die Gegner zuviel ist es auch möglich sich für eine bestimmte Zeit unsichtbar zu machen. Doch man muss in Crysis nicht immer die Vordertür nehmen um seine Gegner außer Gefecht zu setzen. Weitreichende und hohe Felsenvorsprünge können beispielsweise mit der Funktion "maximale Kraft" genutzt werden, wodurch Mr. Dunn nicht nur besonders hoch springt und damit für Feinde unerreichbare Orte betreten, sondern auch seine Armmuskulatur spielen lassen kann, um bewaffnete Männer mit lebendigen, menschlichen Körpern zu bewerfen. Von taktischer Relevanz ist diese Stärke auch bei Wellblechhütten, deren Stützbalken spätestens dann den Geist aufgeben, wenn ein mehrere hundert Kilogramm schweres Ölfass dagegen geworfen wird. So können Gegner unter dem eigenen Dach begraben werden. Eine weitere Möglichkeit wäre wiederum eine Palme zu fällen und damit Häuser zum Einsturz und Fahrzeuge zum Stopp zu bringen.

Der menschliche Verstand

Eine wahre Meisterleistung scheinen die Entwickler außerdem erneut im Segment der künstlichen Intelligenz geschafft zu haben. Sowohl Kameraden als auch Feinde agieren zumeist logisch und ihren realen Vorbildern, so kann es etwa auch vorkommen, dass einer der Gegner – beim Klettern über einen Zaun – zu Fall kommt. Herumliegenden Baumstämmen wird nicht aus dem Weg gegangen, einfach mit einer Hand abgestützt und darübergesprungen.

Veröffentlichung Mitte November

Publisher Electronic Arts plant eine Veröffentlichung des Titels am 16. November, eine offizielle Bestätigung, dass die Entwicklung bereits abgeschlossen sei, erfolgte bereits Ende Oktober. (Patrick Drexler)