Wien - Die Straßenbaugesellschaft Asfinag und die ÖBB sollen nach einem Zeitungsbericht wesentlich stärker "koordiniert" werden als bisher angenommen: ÖBB-Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker, gleichzeitig Vize-Aufsichtsratschef der Asfinag, kündigte in einem Interview mit der "Presse" die Gründung von projektbezogenen gemeinsamen Tochtergesellschaften der beiden staatlichen Infrastrukturunternehmen an.

An der Spitze werde es in absehbarer Zeit zwar keine gesellschaftsrechtliche Verschränkung geben, so Pöchhacker, die Vorgangsweise beim Ausbau von Straße und Schiene solle aber durch "regelmäßige gemeinsame Sitzungen der Vorstände von ÖBB-Holding und Asfinag" abgeklärt und koordiniert werden.

Gemeinsame Immobilientochter

Ersten Felder für gesellschaftsrechtliche Verschränkungen der beiden Unternehmen sind bereits definiert: Nachgedacht werde über eine gemeinsame Immobilientochter von ÖBB und Asfinag und über eine gemeinsame Gesellschaft, die sich mit der Entwicklung der Telematik für die Autobahnen und der Signaltechnik für die Eisenbahn befasst. Zur Poolung eigne sich sinnvollerweise auch das Know-How der beiden im Finanzierungsbereich.

Dass ÖBB und Asfinag beim Ausbau der Verkehrsnetze wie in den vergangenen Jahrzehnten unkoordiniert nebeneinander her arbeiten, ist dem Bericht zufolge jedenfalls nicht sonderlich sinnvoll. Pöchhacker: "Es gibt nur eine Infrastruktur". (APA)