Wien - Der an der Wiener Börse notierte Finanzkonzern AvW Invest AG mit Sitz in Krumpendorf am Wörthersee hat in den ersten drei Quartalen 2007 eine kräftige Ertragssteigerung verzeichnet. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 138 Prozent auf 3,45 Euro. Der Periodenüberschuss (Nettogewinn) habe sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 138 Prozent auf 10,393 Mio. Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, ad hoc mit.

Das Betriebsergebniss habe um 126 Prozent auf 13,815 Mio. Euro und der Gewinn vor Steuern um 129 Prozent auf 13,983 Mio. Euro zugelegt. Der Buchgewinn der Beteiligungen stieg in den ersten neun Monaten 2007 um 182 Prozent auf 29,461 Millionen Euro (2006: 10,453 Millionen Euro).

Ergebnis teils über Erwartungen

Begründet wird der außerordentlich starke Gewinnanstieg mit dem nach wie vor boomenden Kerngeschäft Finanzdienstleistungen. Besonders im Derivativgeschäft sowie dem Vermögensmanagement seien die Erträge teils über den eigenen Erwartungen gelegen. "Wir konnten die außerordentlich volatile Situation an den Börsen optimal nutzen," sagte AvW-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Auer von Welsbach.

Im Beteiligungsbereich wurde der Ein-Prozent-Anteil an der australischen Goldmine Equigold abgegeben. Der Verkaufserlös betrug dabei rund 4,5 Mio. australische Dollar(2,85 Mio. Euro), der Gewinn rund zwei Mio. australische Dollar. Weiter ausgebaut worden sei das Beteiligungsportfolio insbesondere im IT-Bereich. So hält die AvW Invest AG derzeit an den deutschen IT-Unternehmen Realtech rund 12 Prozent sowie an Nextevolution rund zehn Prozent der Anteile. "Weitere Zukäufe sind möglich, besonders der russische IT-Markt bleibt unter starker Beobachtung", so Auer von Welsbach.

Im Immobilienbereich wurde den Angaben zufolge ein weiteres Grundstück in Krumpendorf am Wörthersee erworben. Damit hält die AvW Invest AG nun neun Objekte. Ziel ist es, jährlich eine neue Immobilie zu erwerben.

Positive Aussichten

Basierend auf den Finanzzahlen der ersten neun Monate soll im Gesamtjahr aus heutiger Sicht ein Gewinn pro Aktie von mindestens 4,20 Euro (2006: 2,61 Euro) erwartet, der Nettogewinn soll auf über 12 Mio. Euro (2006: 7,87 Millionen Euro) steigen. Eine überarbeitete Prognose für das Geschäftsjahr 2007 sowie die Folgejahre wird im Dezember abgegeben.

Weiter ausgebaut hat die AvW Gruppe AG ihren Anteil am österreichischen Feuerfesthersteller RHI. Aktuell werden 5,1 Prozent der Anteile gehalten. "Wir verstehen uns als österreichischer Kernaktionär, wollen längerfristig investiert bleiben und haben strategische Interessen," so Auer von Welsbach. Weitere Zukäufe seien möglich. (APA)