Ein Team von Ingenieuren und Wissenschaftlern der Carnegie Mellon Universität in den USA hat ein Roboterauto-Rennen in Kalifornien gewonnen. In dem vom Pentagon organisierten Wettbewerb navigierte das Auto des Rennteams "Tartan" auf einem ehemaligen Luftwaffengelände den Kurs durch eine künstliche Stadt mit anderen Fahrzeugen, Kreisverkehr und Hindernissen am sichersten und schnellsten, wie die Rennleitung am Sonntag mitteilte. Die Sieger erhielten ein Preisgeld von zwei Millionen Dollar. Zweiter wurde das Team von der Universität Stanford, Dritter die Bastler von Virginia Tech.

In weniger als sechs Stunden

Die computergesteuerten Autos mussten in weniger als sechs Stunden einen knapp 100 Kilometer langen Hindernis-Parcours durch eine Stadtlandschaft hinter sich bringen und dabei auch einige logistische Aufgaben erfüllen. Ausgetragen wurde das Rennen von der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums (DARPA).

Als die DARPA zum ersten Mal zur Wettfahrt von Roboter-Autos eingeladen hatte, war dem ein bunt gemischter Haufen von Autobastlern, Computer-Freaks und Studenten gefolgt. Kein Fahrzeug erreichte beim ersten Rennen 2004 das Ziel. Der beste Roboter kam gerade einmal zwölf Kilometer weit, bevor er die Arbeit einstellte.

Erinnert an professionelle Autorennen

Mittlerweile erinnert das Umfeld des jährlich ausgetragenen Wettbewerbs schon an professionelle Autorennen. International bekannte Sponsoren unterstützten die Teams. Neue Regeln haben den Wettbewerb inzwischen attraktiver gemacht. Anders als in den vergangenen Jahren, als die Teilnehmer den Ausbau ihrer Fahrzeuge selbst finanzieren mussten, gibt die DARPA heute zehn Teams jeweils bis zu eine Million Dollar. Im Gegenzug sichert sie sich das Recht zu, einen Teil der für die Roboter-Autos entwickelten Technologie zu nutzen.

Fernziel des Pentagons ist die Entwicklung von Robotern, die Kriege ohne Menschen führen. Bis 2015 soll ein Drittel der Geländefahrzeuge der US-Streitkräfte robotergesteuert sein. (APA/dpa)