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Auch Phil Mickelson (USA/li) und Sergio Garcia (ESP) gehen auf Asien-Tournee.

Foto: REUTERS/Aly Song
Wien/Shanghai - Die European Tour 2008 der Golfer beginnt am Donnerstag gleich mit der höchstdotierten Veranstaltung Asiens, dem stark besetzten "HSBC Champions"-Turnier in der chinesische Metropole Shanghai. Österreichs Hoffnung Markus Brier, der die Saison 2007 erst am vergangenen Wochenende in Valderrama als 17. und Gesamt-32. der Geldrangliste abgeschlossen hat, gönnt sich keine Pause und verlängert seine Saison noch um eine dreiwöchige "Asien-Tournee".

Der 39-jährige Wiener will in der Stadt, in der er im April bei den China Open seinen zweiten Titel auf der Tour geholt hat, gleich mit einem Spitzenresultat in sein neuntes Jahr auf der Europa-Tour einsteigen. "Ich habe mir mindestens die Top-20 als Ziel gesetzt. Der Platz ist eigentlich nicht auf mich zugeschnitten, ich bin nicht der Longhitter, aber es gibt auch schwere Grüns, das kommt mir schon eher entgegen", erklärte Brier am Dienstag gegenüber der APA. Im Vorjahr belegte Brier zum Auftakt Rang 33.

Starke Konkurrenz

In Shanghai, wo Brier seinem Sieg vor wenigen Monaten auch noch einen fünften Rang bei den Asian Open folgen ließ, bekommt es der Wiener allerdings mit äußerst starker Konkurrenz zu tun. So werden im Sheshan Golf Club unter anderem der Weltranglisten-Zweite Phil Mickelson und die Nummer vier Ernie Els um insgesamt fünf Millionen Dollar Preisgeld abschlagen. Mit Padraig Harrington (IRL), Vijay Singh (FIJ), Angel Cabrera (ARG) and Retief Goosen (RSA) treten vier weitere Major-Sieger an. "Meine Form passt momentan, die Dichte des Feldes ist aber sicher noch um einiges höher als im Vorjahr", meinte Brier in Hinblick auf seine Chancen.

Top 50 als Ziel

Als mittelfristiges Ziel hat sich Österreichs Nummer 1 die Top 50 der Weltrangliste vorgenommen, dazu müsse er auf der Europa-Tour konstant gut spielen und "regelmäßig Top-Ten-Ergebnisse abliefern." Derzeit rangiert Brier auf Position 98. Die Top 50 würden auch einen Startplatz bei allen Major-Turnieren garantieren.

Die Teilnahme an der US-PGA-Tour, die mit höheren Preisgeldern lockt, ist ein langfristiges Ziel. "Dort würde ich aber nicht die ganze Tour spielen, das ginge allein schon von der Familie her nicht", stellte Brier klar. Dass er die direkte Qualifikation für die British-Open, bei denen er heuer mit Rang zwölf geglänzt hatte, als 32. der Rangliste verpasst hat, sei nicht weiter schlimm: "Jetzt muss ich mich eben wieder mit guten Leistungen bei den Turnieren davor qualifizieren".

Bevor sich der Wiener zurück in die Heimat begibt, um sich eine Auszeit zu gönnen, stehen noch die UBS Open und der World Cup in Mission Hills (nicht Teil der European Tour) jeweils in Hongkong auf dem Programm. "Nach den Turnieren in Asien mache ich bis 14. Jänner Pause, in den ersten beiden Wochen werde ich die Schläger sicher nicht anrühren, danach geht aber schon die Vorbereitung auf die Turniere im neuen Jahr weiter", betonte der Wiener. (APA)