Essen - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt angesichts der Klimaschutzziele der Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie infrage. Man habe mit dem Beschluss zum Ausstieg Weichen gestellt, die beim Erreichen der engagierten Klimaziele Schwierigkeiten bereiten würden, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag beim Deutschen Steinkohletag in Essen. Ohne den Ausstieg aus der Kernenergie seien diese Ziele hingegen leichter zu erreichen. Daher solle man über diese Zukunftschance noch einmal nachdenken. Merkel sprach sich zudem dagegen aus, einen einzelnen Energieträger wie die Kohle komplett an den Pranger zu stellen. "Der Energiemix ist unsere Zukunft, die energieeffiziente Energieanwendung ist unsere Zukunft", sagte die Kanzlerin. "Aber einen Energieträger an den Pranger zu stellen und zu glauben, damit würde man dem Klimaschutz einen guten Dienst erweisen, ist nicht der richtige Weg." (APA)